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Wie funktionieren Mikro-BHKW und was kosten sie?

Inhaltsverzeichnis:

Ein Mikro-BHKW erzeugt gleichzeitig Strom und Wärme direkt in Ihrem Gebäude. Mit einer elektrischen Leistung von 2 bis 20 kW eignet sich diese Anlagengröße besonders für Mehrfamilienhäuser und kleine Gewerbebetriebe. Die Investition von 25.000 bis 50.000 Euro amortisiert sich bei richtiger Dimensionierung in 6 bis 10 Jahren — und macht Sie unabhängiger von steigenden Energiepreisen.

Mikro-BHKW auf einen Blick

  • Elektrische Leistung: 2–20 kW, thermische Leistung: 6–40 kW

  • Ideal für Gebäude mit mindestens 40.000 kWh Wärmebedarf pro Jahr

  • Anschaffungskosten inklusive Installation: 25.000–50.000 €

  • Amortisation: 6–10 Jahre bei hoher Auslastung

  • Förderung über KWKG (8 ct/kWh) und KfW-Kredit möglich

Lohnt sich ein Mikro-BHKW für Ihr Gebäude?

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Was ist ein Mikro-BHKW?

Ein Mikro-Blockheizkraftwerk ist eine kompakte Anlage zur gleichzeitigen Erzeugung von Strom und Wärme nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Anders als bei der getrennten Erzeugung — Strom aus dem Netz, Wärme aus der Heizung — nutzt ein BHKW den eingesetzten Brennstoff doppelt. Der Gesamtwirkungsgrad liegt bei modernen Anlagen zwischen 85 und 95 Prozent.

Die Bezeichnung "Mikro" bezieht sich auf die elektrische Leistungsklasse. Mikro-BHKW decken den Bereich von 2 bis 20 kW elektrischer Leistung ab. Damit liegen sie zwischen den kleineren Nano-BHKW (unter 2 kWel) und den größeren Mini-BHKW (15–50 kWel).

Abgrenzung: Nano, Mikro und Mini-BHKW

Typ

Elektrische Leistung

Thermische Leistung

Typische Einsatzorte

Kosten (inkl. Einbau)

Nano-BHKW

bis 2 kW

bis 6 kW

Einfamilienhäuser

10.000–20.000 €

Mikro-BHKW

2–20 kW

6–40 kW

Mehrfamilienhäuser, Gewerbe

25.000–50.000 €

Mini-BHKW

15–50 kW

30–100 kW

Große Gebäude, Siedlungen

50.000–150.000 €

Mikro oder Micro?

In Deutschland schreibt man meist "Mikro". Die Schreibweise "Micro" stammt aus dem Englischen. Beide Varianten sind gebräuchlich — wenn Sie allerdings "Micro" schreiben, sollten Sie konsequenterweise auch die englische Aussprache verwenden. Da die Abkürzung BHKW aber deutsch ausgesprochen wird, empfehlen wir die deutsche Schreibweise.

Funktionsweise und Technologien

Das Grundprinzip eines Mikro-BHKW ist einfach: Ein Motor treibt einen Generator an und erzeugt dabei Strom. Die Abwärme des Motors wird zum Heizen und zur Warmwasserbereitung genutzt. So wird der eingesetzte Brennstoff — meist Erdgas — bis zu 95 Prozent in nutzbare Energie umgewandelt.

Je nach Technologie unterscheiden sich Mikro-BHKW erheblich in Wirkungsgrad, Wartungsaufwand und Anschaffungskosten.

Verbrennungsmotor (Ottomotor)

Die am weitesten verbreitete Technologie bei Mikro-BHKW. Ein Gasmotor — meist ein modifizierter Ottomotor — treibt einen Generator an und erzeugt elektrischen Strom. Erdgas ist der häufigste Brennstoff, aber auch Flüssiggas, Biogas oder Heizöl sind möglich. Verbrennungsmotoren erreichen einen elektrischen Wirkungsgrad von 25 bis 35 Prozent und einen Gesamtwirkungsgrad von etwa 90 Prozent.

Die Technik ist ausgereift und seit Jahrzehnten erprobt. Die Wartungsintervalle liegen typisch bei 3.000 bis 5.000 Betriebsstunden. Ein Wartungsvertrag kostet je nach Anlagengröße zwischen 500 und 1.200 Euro pro Jahr und umfasst in der Regel Ölwechsel, Zündkerzentausch und die Überprüfung der Abgaswerte. Die Lebensdauer eines motorischen Mikro-BHKW beträgt bei regelmäßiger Wartung 60.000 bis 80.000 Betriebsstunden — das entspricht etwa 12 bis 16 Jahren bei durchschnittlicher Auslastung.

Stirlingmotor

Der Stirlingmotor arbeitet nach einem grundlegend anderen Prinzip als der Ottomotor: Ein geschlossener Gaskreislauf wird von außen beheizt. Da keine Verbrennung im Inneren stattfindet, ist der Stirlingmotor besonders leise und wartungsarm. Der Verschleiß ist deutlich geringer als bei Verbrennungsmotoren.

Der Nachteil: Der elektrische Wirkungsgrad liegt mit 15 bis 25 Prozent niedriger als beim Ottomotor. Dafür ist der thermische Wirkungsgrad höher — Stirling-BHKW erzeugen also mehr Wärme pro Kilowattstunde Brennstoff. Sie eignen sich besonders für Wohngebäude, in denen Geräuscharmut wichtig ist und der Strombedarf eine untergeordnete Rolle spielt.

Brennstoffzelle

Die modernste und effizienteste Technologie: Eine Brennstoffzellen-Heizung wandelt Erdgas elektrochemisch in Strom und Wärme um — ganz ohne Verbrennung. Dabei wird das Erdgas zunächst in einem Reformer in Wasserstoff umgewandelt, der dann in der Brennstoffzelle mit Sauerstoff reagiert.

Der elektrische Wirkungsgrad ist mit 30 bis 60 Prozent deutlich höher als bei motorischen Systemen. Brennstoffzellen arbeiten nahezu geräuschlos und verursachen erheblich weniger Emissionen als motorische BHKW. Die Anschaffungskosten liegen mit 25.000 bis 35.000 Euro allerdings im oberen Bereich. Die Lebensdauer des Brennstoffzellenstacks begrenzt die Gesamtlaufzeit auf etwa 80.000 Betriebsstunden, bevor ein Stacktausch erforderlich wird.

Technologievergleich im Überblick

Kriterium

Ottomotor

Stirlingmotor

Brennstoffzelle

El. Wirkungsgrad

25–35 %

15–25 %

30–60 %

Gesamtwirkungsgrad

85–90 %

90–95 %

85–95 %

Lautstärke

45–55 dB(A)

35–45 dB(A)

unter 35 dB(A)

Wartungsaufwand

mittel

gering

gering

Anschaffung

15.000–25.000 €

18.000–28.000 €

25.000–35.000 €

Für wen eignet sich ein Mikro-BHKW?

Ein Mikro-BHKW ist keine Universallösung. Die Wirtschaftlichkeit hängt entscheidend davon ab, ob Ihr Gebäude genügend Wärme benötigt, um die Anlage ausreichend auszulasten. Als Faustregel gilt: Ein Mikro-BHKW lohnt sich ab einem jährlichen Wärmebedarf von mindestens 40.000 kWh.

Ideale Einsatzorte

  • Mehrfamilienhäuser (ab 4–6 Wohneinheiten): Durch den ganzjährig hohen Wärmebedarf für Heizung und Warmwasser erreichen Mikro-BHKW hier die nötige Auslastung. Das System versorgt alle Parteien gleichzeitig mit Strom und Wärme.

  • Kleine Gewerbebetriebe: Fitness-Studios, Wäschereien, Hotels, Bäckereien oder Gaststätten — überall dort, wo gleichzeitig viel Strom und Wärme benötigt wird, ist ein Mikro-BHKW wirtschaftlich sinnvoll.

  • Landwirtschaftliche Betriebe: Ställe und Gewächshäuser haben einen hohen Wärmebedarf. Wird eigenes Biogas erzeugt, kann es direkt als Brennstoff genutzt werden.

  • Wohnhäuser mit Pool oder Schwimmbad: Der zusätzliche Wärmebedarf durch die Schwimmbadbeheizung erhöht die Auslastung des BHKW erheblich und verbessert die Wirtschaftlichkeit.

Wann sich ein Mikro-BHKW nicht lohnt

In gut gedämmten Einfamilienhäusern (KfW 40 oder Passivhaus) ist der Wärmebedarf oft zu gering für ein Mikro-BHKW. Hier kann ein Nano-BHKW oder eine Wärmepumpe die bessere Wahl sein.

Platzbedarf und Installation

Mikro-BHKW sind kaum größer als eine Waschmaschine und werden üblicherweise im Keller installiert. Moderne Anlagen verfügen über eine Vibrations- und Geräuschdämmung — in den Wohnräumen sind sie praktisch nicht zu hören. Typische Abmessungen liegen bei 60 cm Breite, 100 cm Tiefe und 100 cm Höhe.

Für die Installation sind folgende Voraussetzungen nötig:

  • Aufstellraum: Frostfreier, belüfteter Raum (Keller, Technikraum). Der Abstand zu Wänden muss laut Herstellerangaben eingehalten werden — meist 50 cm an drei Seiten.

  • Brennstoffversorgung: Gasanschluss oder Tank für Flüssiggas bzw. Heizöl.

  • Abgasführung: Schornsteinanschluss oder eigene Abgasleitung nach außen.

  • Hydraulische Einbindung: Anschluss an den vorhandenen Heizkreislauf und einen Pufferspeicher (500–1.000 Liter empfohlen).

  • Elektrischer Anschluss: Netzanschluss mit Einspeisezähler und Bezugszähler.

Die Installation dauert in der Regel 2 bis 4 Tage und sollte ausschließlich von einem zertifizierten Fachbetrieb durchgeführt werden. Der Installateur kümmert sich auch um die Anmeldung beim Netzbetreiber und die Registrierung im Marktstammdatenregister.

Kosten und Preise 2026

Die Gesamtkosten eines Mikro-BHKW setzen sich aus der Anschaffung, der Installation und den laufenden Betriebskosten zusammen. Planen Sie für ein schlüsselfertiges Mikro-BHKW mit Installation, Pufferspeicher und Einbindung in die Hausanlage zwischen 25.000 und 50.000 Euro ein.

Anschaffung und Installation

Kostenposition

Preisspanne

Anmerkung

BHKW-Modul

15.000–30.000 €

Je nach Leistung und Technologie

Pufferspeicher

1.500–4.000 €

500–1.000 Liter empfohlen

Installation und Einbindung

5.000–10.000 €

Hydraulik, Elektrik, Abgas

Spitzenlastkessel (falls nötig)

2.000–5.000 €

Deckt Wärmespitzen ab

Gesamtkosten

25.000–50.000 €

Schlüsselfertig

Laufende Betriebskosten

Im laufenden Betrieb fallen vor allem Brennstoffkosten und Wartung an:

  • Brennstoff (Erdgas): Der größte Kostenblock. Bei einer Anlage mit 5 kWel und 5.000 Vollbenutzungsstunden im Jahr beträgt der Gasverbrauch etwa 30.000–40.000 kWh — das entspricht Kosten von rund 3.000–5.000 Euro pro Jahr (Gaspreis 2026: ca. 10–12 ct/kWh).

  • Wartung: Rechnen Sie mit Wartungskosten von 500 bis 1.500 Euro pro Jahr. Ein Wartungsvertrag ist empfehlenswert und bei vielen Herstellern Voraussetzung für die Garantie.

  • Versicherung: Eine Maschinenbruchversicherung kostet etwa 100–300 Euro jährlich.

Wirtschaftlichkeit

Die Wirtschaftlichkeit eines Mikro-BHKW steht und fällt mit der Auslastung. Die Anlage sollte mindestens 4.000 bis 5.000 Vollbenutzungsstunden pro Jahr erreichen. Nur dann wird genügend Strom erzeugt, um die höheren Investitionskosten gegenüber einer konventionellen Heizung zu rechtfertigen.

Rechenbeispiel: Mehrfamilienhaus mit 6 Wohneinheiten

Folgendes Beispiel zeigt die Wirtschaftlichkeit eines Mikro-BHKW mit 5 kWel und 12 kWth in einem Mehrfamilienhaus:

Position

Betrag / Jahr

Stromerzeugung (5 kW × 5.000 h)

25.000 kWh/a

Wärmeerzeugung (12 kW × 5.000 h)

60.000 kWh/a

Einnahmen und Einsparungen:

Stromkostenersparnis (20.000 kWh × 0,35 €)

+ 7.000 €

Einspeisevergütung (5.000 kWh × 0,08 €)

+ 400 €

KWKG-Zuschlag (25.000 kWh × 0,08 €)

+ 2.000 €

Energiesteuerrückerstattung

+ 600 €

Ausgaben:

Brennstoffkosten (ca. 95.000 kWh Gas × 0,11 €)

– 10.450 €

Wartung

– 1.200 €

Jährlicher Vorteil gegenüber Gasheizung

ca. 4.000–5.000 €

Bei einer Investition von 40.000 Euro und einem jährlichen Kostenvorteil von 4.000 bis 5.000 Euro amortisiert sich das Mikro-BHKW nach etwa 8 bis 10 Jahren. Nach Abzug der Förderung kann die Amortisationszeit auf 6 bis 7 Jahre sinken.

Vergleich: Mikro-BHKW vs. Gasbrennwertheizung

Im Vergleich zur konventionellen Gasbrennwertheizung erzeugt ein Mikro-BHKW zusätzlich Strom. Dieser Stromertrag ist der entscheidende wirtschaftliche Vorteil. Ein Rechenbeispiel: Bei einem Gaspreis von 11 ct/kWh und einem Strompreis von 35 ct/kWh spart jede selbst erzeugte und verbrauchte Kilowattstunde Strom netto etwa 24 ct. Bei 20.000 kWh Eigenverbrauch sind das rund 4.800 Euro Stromkostenersparnis pro Jahr — Geld, das Sie mit einer reinen Gasheizung nicht einsparen können.

Dazu kommen die KWK-Zuschläge und die Einspeisevergütung für überschüssigen Strom. Die höheren Investitionskosten eines BHKW gegenüber einer Gasheizung (Differenz ca. 20.000–30.000 Euro) werden durch diese Einsparungen über die Lebensdauer der Anlage mehr als ausgeglichen.

Tipp: Eigenverbrauchsquote maximieren

Je mehr des erzeugten Stroms Sie selbst verbrauchen, desto wirtschaftlicher wird das BHKW. Bei einem Strompreis von 35 ct/kWh sparen Sie pro selbst genutzter Kilowattstunde deutlich mehr, als die Einspeisevergütung einbringt. Ein intelligentes Energiemanagementsystem kann die Eigenverbrauchsquote auf über 80 Prozent steigern.

Förderung 2026

Für Mikro-BHKW stehen mehrere Förderprogramme zur Verfügung. Die wichtigste Förderung ist der KWK-Zuschlag nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), der für jede erzeugte Kilowattstunde Strom gezahlt wird.

KWKG-Zuschlag

Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) garantiert für KWK-Anlagen bis 50 kWel einen Zuschlag von 8 ct/kWh auf den erzeugten Strom. Dieser wird für 30.000 Vollbenutzungsstunden oder maximal 10 Jahre gezahlt — sowohl für eingespeisten als auch für selbst verbrauchten Strom. Bei einem Mikro-BHKW mit 5 kWel und 5.000 Vollbenutzungsstunden pro Jahr ergibt das eine jährliche Förderung von rund 2.000 Euro.

KfW-Förderkredit

Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) bietet zinsgünstige Förderkredite für effiziente Energiesysteme. Im Programm "Erneuerbare Energien — Standard" (270) erhalten Sie günstige Konditionen für die Finanzierung Ihres BHKW. Für Brennstoffzellen-BHKW gibt es zusätzliche Zuschüsse.

Steuerliche Vorteile

Als BHKW-Betreiber profitieren Sie von mehreren steuerlichen Vergünstigungen. Die wichtigste ist die Energiesteuerrückerstattung für den eingesetzten Brennstoff — bei einem Mikro-BHKW mit 5.000 Betriebsstunden pro Jahr erhalten Sie rund 500 bis 700 Euro jährlich zurück.

Darüber hinaus können Sie die Investitionskosten steuerlich absetzen. BHKW-Betreiber gelten steuerlich als Unternehmer und können die Vorsteuer aus dem Kaufpreis geltend machen. Das senkt die effektiven Anschaffungskosten um die Mehrwertsteuer — bei einer Anlage für 40.000 Euro sind das rund 6.400 Euro. Allerdings müssen Sie dann auch den selbst erzeugten und verbrauchten Strom versteuern. Ein Steuerberater mit Erfahrung im Energiebereich kann hier die optimale Gestaltung empfehlen. Mehr dazu erfahren Sie auf unserer Seite zu BHKW: Steuer- und Rechtsfragen.

Fördervoraussetzungen

Um den KWK-Zuschlag zu erhalten, muss die Anlage folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Das BHKW muss hocheffizient sein — der Gesamtwirkungsgrad muss mindestens 70 Prozent betragen.

  • Die Anlage muss beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als KWK-Anlage zugelassen sein.

  • Eine Registrierung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur ist Pflicht.

  • Die Inbetriebnahme muss beim Netzbetreiber angemeldet und ein Einspeisezähler installiert sein.

BAFA-Förderung eingestellt

Die direkte Investitionsförderung über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für KWK-Anlagen wurde eingestellt. Die KWK-Zuschläge nach KWKG bleiben davon unberührt. Informieren Sie sich beim BAFA über aktuelle Förderprogramme für effiziente Heiztechnik.

Mikro-BHKW Hersteller

Der Markt für Mikro-BHKW wird von einigen etablierten BHKW-Herstellern dominiert. Anders als bei Großanlagen gibt es im Mikro-Segment echte Serienprodukte, die in großer Stückzahl gefertigt werden. Das sorgt für wettbewerbsfähige Preise und ein dichtes Servicenetz. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Anbieter und ihre Produkte:

Hersteller

Modell

Technologie

el. Leistung

th. Leistung

Brennstoff

SenerTec

Dachs

Ottomotor

5,5 kW

12,5 kW

Erdgas, Flüssiggas

Viessmann

Vitobloc 200

Ottomotor

6–20 kW

15–39 kW

Erdgas, Biogas

EC Power

XRGI

Ottomotor

6–20 kW

13–36 kW

Erdgas, Flüssiggas

Viessmann

Vitovalor

Brennstoffzelle

0,75 kW

1,1 kW

Erdgas

SolidPower

BlueGEN

Brennstoffzelle

1,5 kW

0,6 kW

Erdgas

2G Energy

g-box

Ottomotor

20 kW

39 kW

Erdgas, Biogas

SenerTec ist mit dem "Dachs" Marktführer im Segment der kleinen BHKW in Deutschland. Über 40.000 Anlagen wurden bisher installiert. Der Dachs ist bekannt für seine Zuverlässigkeit und das dichte Servicenetz mit über 400 zertifizierten Fachbetrieben bundesweit.

Bei der Herstellerwahl sollten Sie neben dem Kaufpreis auch folgende Faktoren berücksichtigen: Wie dicht ist das Servicenetz in Ihrer Region? Welche Garantie- und Wartungsbedingungen bietet der Hersteller? Gibt es Erfahrungsberichte von anderen Betreibern? Die ASUE (Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch) veröffentlicht regelmäßig eine aktuelle Marktübersicht mit detaillierten technischen Daten aller verfügbaren BHKW-Modelle.

Tipp: Mehrere Angebote einholen

Lassen Sie sich von mindestens drei Fachbetrieben Angebote erstellen. Die Preisunterschiede können bei gleicher Leistung erheblich sein. Achten Sie nicht nur auf den Anschaffungspreis, sondern auch auf die Wartungskonditionen.

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Häufige Fragen

Wie laut ist ein Mikro-BHKW?

Moderne Mikro-BHKW mit Verbrennungsmotor erreichen durch schallgedämmte Gehäuse einen Schallpegel von etwa 45 bis 55 dB(A) direkt neben der Anlage — vergleichbar mit einem Kühlschrank. In den Wohnräumen im Stockwerk darüber sind sie praktisch nicht zu hören. Brennstoffzellen-BHKW arbeiten mit unter 35 dB(A) sogar noch deutlich leiser, da kein mechanischer Motor vorhanden ist. Wichtig: Die Anlage sollte auf einer schwingungsdämpfenden Unterlage stehen, um Körperschallübertragung über den Boden zu vermeiden.

Welcher Brennstoff ist am besten geeignet?

Erdgas ist der beliebteste Brennstoff für Mikro-BHKW. Gasanlagen haben den größten Marktanteil, sind besonders zuverlässig und benötigen keinen Tank. Alternativ kommen Flüssiggas (für Gebiete ohne Gasnetz), Biogas oder Heizöl infrage. Heizöl-BHKW gelten im Vergleich zu Gasanlagen als etwas wartungsintensiver und weniger langlebig.

Brauche ich spezielle Heizkörper für ein Mikro-BHKW?

Nein. Ein Mikro-BHKW funktioniert mit allen gängigen Wärmeverteilsystemen — Glieder-, Röhren-, Plattenheizkörper und Fußbodenheizung. Es ersetzt lediglich den Heizkessel, nicht die Wärmeverteilung im Haus.

Muss ich mein Mikro-BHKW beim Netzbetreiber anmelden?

Ja. Jedes BHKW muss vor Inbetriebnahme beim zuständigen Netzbetreiber angemeldet werden. Zusätzlich ist eine Registrierung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur Pflicht. Ohne Anmeldung erhalten Sie keinen KWK-Zuschlag und keine Einspeisevergütung. Der Installateur übernimmt in der Regel die Anmeldung als Teil der Inbetriebnahme — fragen Sie bei der Auftragserteilung nach, ob dieser Service enthalten ist.

Wie lange hält ein Mikro-BHKW?

Die Lebensdauer hängt von der Technologie und der Wartung ab. Motorische BHKW (Ottomotor) erreichen bei regelmäßiger Wartung 60.000 bis 80.000 Betriebsstunden — das entspricht etwa 12 bis 16 Jahren bei 5.000 Vollbenutzungsstunden pro Jahr. Stirlingmotoren können sogar noch länger halten, da sie weniger Verschleißteile besitzen. Bei Brennstoffzellen begrenzt die Lebensdauer des Stacks die Gesamtlaufzeit. Planen Sie nach etwa 10 Jahren eine Generalüberholung (Motorrevision) ein, die je nach Modell 3.000 bis 6.000 Euro kostet.

Fazit und Checkliste

Ein Mikro-BHKW ist eine wirtschaftlich attraktive Lösung für Mehrfamilienhäuser und Gewerbebetriebe mit hohem Wärmebedarf. Entscheidend für den Erfolg ist die richtige Dimensionierung: Die Anlage muss mindestens 4.000 Vollbenutzungsstunden pro Jahr erreichen.

Die folgende Checkliste hilft Ihnen bei der Entscheidung:

  1. Wärmebedarf ermitteln: Liegt Ihr jährlicher Wärmebedarf über 40.000 kWh? Dann kommt ein Mikro-BHKW grundsätzlich infrage.

  2. Strombedarf prüfen: Je höher Ihr Eigenverbrauch, desto wirtschaftlicher wird das BHKW. Ab 15.000 kWh Jahresstromverbrauch wird es interessant.

  3. Angebote vergleichen: Holen Sie mindestens drei Angebote von Fachbetrieben ein und vergleichen Sie Anschaffungs- und Wartungskosten.

  4. Förderung beantragen: Nutzen Sie den KWKG-Zuschlag und prüfen Sie die Möglichkeit eines KfW-Förderkredits.

  5. Wirtschaftlichkeitsberechnung: Lassen Sie eine professionelle Wirtschaftlichkeitsanalyse erstellen — die Investition lohnt sich nur bei ausreichender Auslastung.

  6. Energieberater einschalten: Ein zertifizierter Energieberater kann die optimale Anlagengröße berechnen und bei der Förderantragstellung helfen.

Ihr nächster Schritt

Vergleichen Sie jetzt kostenlos BHKW-Angebote für Ihr Gebäude. Ein unverbindlicher Wirtschaftlichkeitscheck zeigt Ihnen, ob und wann sich die Investition amortisiert.

Quellen: ASUE — Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch · dena — Deutsche Energie-Agentur · BAFA · KfW

FAQ - Häufig gestellte Fragen in Kürze

Was ist ein Mikro-BHKW?

Ein Mikro-BHKW ist ein Blockheizkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 2,5 bis 15 kW. Es eignet sich für größere Einfamilienhäuser, Zweifamilienhäuser und kleine Gewerbebetriebe. Mikro-BHKWs arbeiten nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung und erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme mit einem Gesamtwirkungsgrad von bis zu 92 %.

Was kostet ein Mikro-BHKW inklusive Einbau?

Ein Mikro-BHKW kostet je nach Leistung und Hersteller zwischen 15.000 und 35.000 Euro. Die Installationskosten liegen bei 3.000 bis 8.000 Euro. Hinzu kommen ggf. Kosten für Pufferspeicher (1.500-3.000 Euro) und Abgasanlage (1.000-3.000 Euro). Durch KWK-Zuschlag und Energiesteuer-Rückerstattung amortisiert sich die Anlage nach 8-12 Jahren.

Wie viel Strom erzeugt ein Mikro-BHKW pro Jahr?

Ein Mikro-BHKW mit 5 kW elektrischer Leistung und 5.000 Betriebsstunden pro Jahr erzeugt ca. 25.000 kWh Strom. Das entspricht dem Verbrauch von 6-8 Durchschnittshaushalten. Bei einem Eigenverbrauchsanteil von 60-70 % spart der Betreiber erhebliche Stromkosten und speist den Überschuss gegen Vergütung ins Netz ein.

Welche Mikro-BHKW-Modelle sind 2026 empfehlenswert?

Bewährte Mikro-BHKW-Modelle sind der SenerTec Dachs (2,5-5,5 kW), der EC Power XRGI (6-20 kW) und der Viessmann Vitobloc 200 EM (6-50 kW). Diese Geräte zeichnen sich durch hohe Zuverlässigkeit, guten Service und bewährte Technik aus. Für reine Stromerzeugung ist der BlueGEN BG-15 mit 60 % elektrischem Wirkungsgrad eine Alternative.

Ist ein Mikro-BHKW für ein Einfamilienhaus geeignet?

Ein Mikro-BHKW eignet sich für Einfamilienhäuser mit hohem Energieverbrauch (Wärmebedarf über 25.000 kWh/Jahr). Die Anlage muss ausreichend Laufzeit erreichen (mindestens 4.000 h/Jahr), um wirtschaftlich zu sein. Für durchschnittliche Einfamilienhäuser sind Nano-BHKWs oder Brennstoffzellen oft die bessere Wahl.


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