Die Einspeisevergütung für ein BHKW ist gesetzlich geregelt. Das bedeutet, dass an dieser Stelle eine Form der Amortisierung direkt durch den Einbau und die Nutzung des BHKWs zu verzeichnen sind. Wie sich diese Einspeisevergütung auswirkt und, was es für Verbraucher darüber hinaus zu beachten gibt, verrät dieser Beitrag.

1. Im KWK-Gesetz ist die Einspeisevergütung festgelegt

Um eine Förderung für die KWK-Anlage zu erhalten, muss die Anlage durch die BAFA zugelassen werden. Um diesen Antrag stellen zu können, ist es wichtig, die aktuelle Gesetzeslage zu kennen und diese beschreibt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle so: „Am 1.1.2017 ist das Änderungsgesetz zum KWKG 2016 in Kraft getreten. (…) Eine wichtige Änderung ist die Einführung von Ausschreibungen für die Förderung von KWK-Anlagen zwischen 1 und 50 Megawatt sowie für innovative KWK-Systeme. Die Ausschreibungen erfolgen durch die Bundesnetzagentur und werden ab Winter 2017/2018 nach Erlass der erforderlichen Verordnung durch das BMWi realisiert. Anlagen außerhalb des Ausschreibungssegments werden nach dem KWKG 2017 wie nach dem KWKG 2016 gefördert.“

Förderanträge können laut dem Bundesamt für verschieden große Anlage gestellt werden. Für Mini-Anlagen bis zu 20 Kilowatt beispielsweise wird ein Investitionszuschuss gewährt. Um die Förderung zu beantragen, gilt es diese Informationen (hier ein Beispiel für Anlagen bis 50 KW) bereitzuhalten:

  • (technische) Angaben zur Anlage
  • Angaben zum Anlagenbetreiber
  • Angaben zum Anlagenstandort
  • Angaben zum gewünschten Förderzeitraum
  • Angaben zum Stromnetzbetreiber 

Die Einspeisevergütung errechnet sich aus diesen drei Faktoren:

Durchschnittspreis an der Strombörse Über die Vergütung muss sich der BHKW-Betreiber mit dem Netzbetreiber einig werden. Nur „unzumutbare Investitionskosten“ können hier ein Ablehnungsgrund seitens des Netzbetreibers sein.
KWK-Zuschlag Die Einspeisevergütung reicht bei der Einspeisung ins allgemeine Stromnetz von 3,1 bis 8 Cent pro Kilowattstunde. Die Höhe ist dabei abhängig vom KWK-Leistungsanteil. 
Vergütung der vermiedenen Netznutzung Der Vorteil beim BHKW ist dieser: Der Strom muss nicht über weite Strecken hinaus verteilt werden, deswegen wird die „Abnutzungsgebühr“ für verschiedene Netzebenen wieder im Positiven verrechnet. Die uneinheitlich geregelte Vergütung liegt hier zwischen 0,3 und 1,5 Cent pro Kilowattstunde.

1.1. Die Wahl des Stromanbieters wirkt sich direkt auf die Verbrauchskosten aus

Wer die vergleichsweise umfangreiche Berechnung zu Einspeisevergütungen eines BHKW absolviert hat, ist damit noch nicht am Ende der Spar-Optionen angekommen. Allerdings ist die Berechnung der günstigsten Strompreise für den Endverbraucher deutlich einfacher geregelt. Die Zeiten, in denen lediglich der regionale Energielieferant genutzt wird, gehören längst der Vergangenheit an. Stattdessen warten über 900 Stromanbieter darauf, um die Gunst der Kunden mit attraktiven Preisen und Zusatzangeboten zu buhlen.

Für die Verbraucher selbst gestaltet sich dieser Vorgang sehr einfach. Angegeben werden sollten zunächst die Postleitzahl sowie der Kilowattverbrauch im Jahr. Dieser lässt sich leicht von der alten Stromabrechnung ablesen. Alternativ kann auch die Haushaltsgröße in Personen angegeben werden. Ausgewiesen werden systemisch nicht nur der Preis, sondern auch die wichtigsten Verbraucherinformationen wie etwa Sofort- und Neukundenboni, eine etwaige Preisgarantie sowie weitere Informationen zum Anbieter.  

Abbildung 1: Wer weniger für Strom bezahlen möchte, kombiniert am besten zwei Methoden: (1) Stromanbieter vergleichen und (2) aktiv Stromkonsum einschränken.

Die wichtigsten Vergleichskriterien, die Verbraucher darüber hinaus beachten sollten, hat die Verbraucherzentrale in diesem Ratgeber zusammengestellt. Dabei geht es meist um die Angebote, die preislich besonders verlockend erscheinen, denn: Nur wer einen Blick ins Kleingedruckte geworfen hat, kann entscheiden, ob der Preis wirklich attraktiv ist, oder ob es sich um ein werbewirksames Lockangebot handelt.

Abbildung 1: pixabay.com © ChristianOehlenberg (CC0 Public Domain)

Contact Person Autor des Artikels: Jascha Schmitz - Redakteur der Umweltportale: Solaranlagen-portal.de | Ihr-BHKW.de | Ihre-Waermepumpe.de | klaeranlagen-vergleich.de

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