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Was sind Nano-Blockheizkraftwerke? Wie viel kosten sie?

Inhaltsverzeichnis:

Ein Nano-Blockheizkraftwerk (Nano-BHKW) erzeugt gleichzeitig Strom und Wärme direkt in Ihrem Einfamilienhaus — mit bis zu 2,5 kW elektrischer Leistung. Die kompakten Anlagen kosten zwischen 15.000 und 25.000 Euro und amortisieren sich bei guter Planung in 8 bis 12 Jahren. Dieser Ratgeber erklärt alles zu Technik, Kosten, Förderung und Wirtschaftlichkeit.

Nano-BHKW auf einen Blick

Elektrische Leistung: bis 2,5 kW — thermische Leistung: bis 8 kW — Anschaffungskosten: 15.000–25.000 € — Amortisation: 8–12 Jahre — Wirkungsgrad: über 90 %. Nano-BHKW sind ideal für Einfamilienhäuser mit hohem Wärmebedarf. Sie nutzen das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und senken gleichzeitig Ihre Strom- und Heizkosten.

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Was ist ein Nano-BHKW?

Ein Nano-Blockheizkraftwerk ist die kleinste Bauform eines Blockheizkraftwerks. Mit einer elektrischen Leistung von bis zu 2,5 kW und einer thermischen Leistung von bis zu 8 kW ist es speziell für den Einsatz in Einfamilienhäusern und kleinen Zweifamilienhäusern konzipiert. Das Gerät arbeitet nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK): Ein Brennstoff — meist Erdgas — wird gleichzeitig zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt.

Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Gasheizung, die nur Wärme liefert, produziert ein Nano-BHKW zusätzlich Strom für den Eigenverbrauch. Überschüssiger Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist und vergütet. Damit funktioniert ein Nano-BHKW wie ein kleines Kraftwerk im eigenen Keller.

Abgrenzung: Nano, Mikro und Mini-BHKW

Die Bezeichnungen unterscheiden sich nach der elektrischen Leistung:

BHKW-Typ

Elektrische Leistung

Typischer Einsatzbereich

Nano-BHKW

bis 2,5 kWel

Einfamilienhäuser, Zweifamilienhäuser

Mikro-BHKW

2,5–15 kWel

Mehrfamilienhäuser, kleine Gewerbebetriebe

Mini-BHKW

15–50 kWel

Wohnanlagen, Hotels, größere Gewerbebetriebe

Der entscheidende Vorteil eines Nano-BHKW: Es ist so kompakt, dass es in nahezu jeden Heizungskeller passt und sich nahtlos in das bestehende Heizsystem integrieren lässt. Die Geräte sind nicht größer als eine handelsübliche Gasheizung.

Für wen eignet sich ein Nano-BHKW?

Ein Nano-BHKW lohnt sich besonders für Hausbesitzer, die folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Jahreswärmebedarf von mindestens 15.000 bis 20.000 kWh (typisch für unsanierte oder teilsanierte Einfamilienhäuser)

  • Gasanschluss vorhanden oder geplant

  • Hoher Eigenverbrauch beim Strom (z. B. durch Homeoffice, Elektroauto oder Wärmepumpe als Hybridlösung)

  • Interesse an langfristiger Unabhängigkeit von steigenden Energiepreisen

Für Passivhäuser und Niedrigenergiehäuser mit sehr geringem Wärmebedarf ist ein Nano-BHKW in der Regel nicht wirtschaftlich. Hier kann eine Brennstoffzellen-Heizung die bessere Alternative sein.

Nano-BHKW vs. Wärmepumpe: Was ist besser?

Viele Hausbesitzer stehen vor der Wahl zwischen Nano-BHKW und Wärmepumpe. Beide Technologien haben ihre Berechtigung, aber sie eignen sich für unterschiedliche Situationen. Das Nano-BHKW punktet vor allem in älteren, unsanierten Gebäuden mit hohem Wärmebedarf und vorhandenem Gasanschluss. Die Wärmepumpe ist dagegen optimal für gut gedämmte Neubauten mit Flächenheizung.

Ein oft übersehener Vorteil des Nano-BHKW: Es produziert Strom genau dann, wenn Sie heizen — also im Winter, wenn der Strombedarf ohnehin hoch ist. Die Wärmepumpe hingegen verbraucht im Winter den meisten Strom. Beide Technologien lassen sich sogar sinnvoll kombinieren: Das BHKW liefert den Strom, den die Wärmepumpe zum Heizen benötigt.

Funktionsweise und Technologie

Das Grundprinzip eines Nano-BHKW ist denkbar einfach: Ein Motor verbrennt Gas und treibt einen Generator an, der Strom erzeugt. Die dabei entstehende Abwärme wird über einen Wärmetauscher für die Heizung und Warmwasserbereitung genutzt. Durch diese Doppelnutzung erreichen Nano-BHKW einen Gesamtwirkungsgrad von über 90 Prozent.

Motor-Typen im Überblick

In Nano-BHKW kommen verschiedene Antriebstechnologien zum Einsatz. Jede hat ihre Stärken und Schwächen:

Stirling-Motor: Der Stirlingmotor arbeitet mit einem externen Verbrennungsprozess. Der Brennstoff erhitzt ein Arbeitsgas (meist Helium), das durch abwechselndes Erhitzen und Abkühlen einen Kolben antreibt. Vorteil: Extrem leise, wartungsarm und langlebig. Nachteil: Etwas geringerer elektrischer Wirkungsgrad als Verbrennungsmotoren.

Verbrennungsmotor (Otto-Prinzip): Funktioniert ähnlich wie ein Automotor — Gas wird in einem Zylinder verbrannt, der Kolben treibt einen Generator an. Bietet den höchsten elektrischen Wirkungsgrad unter den Nano-BHKW-Technologien, ist aber etwas lauter und wartungsintensiver.

ORC-Technologie (Organic Rankine Cycle): Nutzt ein organisches Arbeitsmedium mit niedrigem Siedepunkt, das durch die Abwärme verdampft und eine Turbine antreibt. Besonders für die Kombination mit erneuerbaren Wärmequellen geeignet.

Brennstoffzelle: Wandelt Wasserstoff (gewonnen aus Erdgas durch Reformierung) elektrochemisch in Strom und Wärme um. Höchster elektrischer Wirkungsgrad aller Technologien (bis 60 %), sehr leise und nahezu wartungsfrei. Allerdings auch die teuerste Variante.

Tipp: Stirling oder Brennstoffzelle?

Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit moderatem Stromverbrauch ist der Stirling-Motor die bewährte und kostengünstigste Wahl. Wenn Sie einen besonders hohen Stromverbrauch haben (über 5.000 kWh/Jahr), kann die Brennstoffzelle trotz höherer Anschaffungskosten wirtschaftlicher sein — dank höherer Stromerzeugung und besserer Förderung.

Das KWK-Prinzip: Energie doppelt nutzen

Konventionelle Stromerzeugung in Großkraftwerken verschwendet bis zu 60 Prozent der eingesetzten Energie als ungenutzte Abwärme. Bei einem Nano-BHKW wird diese Wärme direkt zum Heizen verwendet. So nutzen Sie über 90 Prozent der im Gas enthaltenen Energie — verglichen mit nur 40 Prozent bei getrennter Strom- und Wärmeerzeugung.

Die ASUE (Arbeitsgemeinschaft für sparsamen Energieverbrauch) bestätigt: Kraft-Wärme-Kopplung ist eine der effizientesten Methoden der Energieerzeugung und leistet einen wichtigen Beitrag zur CO₂-Reduktion.

Kosten und Preise 2026

Die Anschaffungskosten für ein Nano-BHKW liegen 2026 zwischen 15.000 und 25.000 Euro inklusive Installation. Die Preisspanne ergibt sich aus der gewählten Technologie, der Leistungsklasse und dem Installationsaufwand. Hinzu kommen Kosten für Zubehör wie Pufferspeicher und hydraulische Einbindung.

Anschaffungskosten im Detail

Kostenposition

Preisspanne

Bemerkung

Nano-BHKW (Gerät)

10.000–18.000 €

Stirling am günstigsten, Brennstoffzelle am teuersten

Installation und Anschluss

3.000–5.000 €

Hydraulik, Elektrik, Gasanschluss

Pufferspeicher (500–1000 l)

1.000–2.500 €

Pflicht für wirtschaftlichen Betrieb

Spitzenlastkessel (optional)

1.500–3.000 €

Gasbrennwerttherme für Spitzenlasten

Schornsteinanpassung

500–1.500 €

Abhängig vom Zustand

Gesamtkosten

15.000–25.000 €

Vor Förderung

Kostenvergleich: Nano-BHKW vs. konventionelle Gasheizung

Um die Investition besser einordnen zu können, hilft ein direkter Vergleich mit einer herkömmlichen Gas-Brennwertheizung über einen Zeitraum von 15 Jahren:

Kostenposition

Gasheizung (15 Jahre)

Nano-BHKW (15 Jahre)

Anschaffung

6.000–10.000 €

15.000–25.000 €

Gaskosten (15 Jahre)

36.000–45.000 €

37.500–48.000 €

Wartung (15 Jahre)

3.000–4.500 €

6.000–12.000 €

Stromkosten (15 Jahre)

22.000–30.000 €

8.000–15.000 €

Einnahmen (KWK + Einspeisung)

0 €

−7.000 bis −10.000 €

Gesamtkosten 15 Jahre

67.000–89.500 €

59.500–90.000 €

Bei hohem Eigenverbrauch und steigenden Energiepreisen spart ein Nano-BHKW über 15 Jahre bis zu 10.000 Euro gegenüber einer reinen Gasheizung — und liefert dabei noch eigenen Strom.

Laufende Betriebskosten

Neben den Anschaffungskosten fallen jährliche Betriebskosten an:

  • Gasverbrauch: Ein Nano-BHKW benötigt ca. 3–5 kWh Gas pro erzeugte kWh Strom. Bei einem Gaspreis von 8–10 ct/kWh und ca. 4.000 Betriebsstunden pro Jahr ergeben sich Brennstoffkosten von ca. 2.500–4.000 € jährlich.

  • Wartung: Planen Sie 400–800 € pro Jahr für die Wartung ein. Ein Wartungsvertrag ist empfehlenswert und bei vielen Herstellern Voraussetzung für die Garantie.

  • Versicherung: Eine BHKW-Versicherung kostet ca. 100–200 € pro Jahr und deckt Maschinenbruch und Betriebsunterbrechung ab.

Ohne Wartungsvertrag erlischt bei vielen Herstellern die Garantie. Lassen Sie die Wartung ausschließlich von zertifizierten Fachbetrieben durchführen.

Wirtschaftlichkeit und Amortisation

Die zentrale Frage für jeden Hausbesitzer: Wann hat sich ein Nano-BHKW bezahlt gemacht? Die Antwort hängt von mehreren Faktoren ab — vor allem vom Eigenverbrauchsanteil beim Strom und den aktuellen Energiepreisen.

Rechenbeispiel: Nano-BHKW im Einfamilienhaus

Folgendes Beispiel zeigt die Wirtschaftlichkeit eines typischen Nano-BHKW mit Stirling-Motor in einem Einfamilienhaus (Baujahr 1990, 150 m², 4 Personen):

Beispielrechnung Nano-BHKW (Stirling, 1 kWel / 6 kWth)

Investition: 18.000 € (nach Förderung: ca. 14.000 €)

Betriebsstunden pro Jahr: 4.500 h

Stromerzeugung: 4.500 kWh/Jahr

Eigenverbrauch Strom (70 %): 3.150 kWh

Einspeisung (30 %): 1.350 kWh

Wärmeerzeugung: 27.000 kWh/Jahr

Jährliche Einsparungen und Einnahmen:

  • Eingesparte Stromkosten (3.150 kWh × 0,37 €/kWh): 1.166 €

  • Einspeisevergütung (1.350 kWh × 0,08 €/kWh): 108 €

  • KWK-Zuschlag (4.500 kWh × 0,08 €/kWh): 360 €

  • Energiesteuererstattung: ca. 100 €

  • Gesamtvorteil pro Jahr: ca. 1.734 €

Abzüglich der Wartungskosten (600 €/Jahr) und der Mehrkosten für Gas gegenüber einer reinen Gasheizung (ca. 400 €/Jahr) ergibt sich ein jährlicher Nettovorteil von ca. 734 €. Bei einer Nettoinvestition von 14.000 € (nach Förderung) liegt die Amortisationszeit bei etwa 10 Jahren.

Eigenverbrauch maximieren — der Schlüssel zur Wirtschaftlichkeit

Der wichtigste Hebel für die Wirtschaftlichkeit ist der Eigenverbrauchsanteil beim Strom. Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart Ihnen den vollen Strompreis (35–40 ct/kWh), während die Einspeisung ca. 25 ct/kWh (16 ct Zuschlag + ~9 ct üblicher Preis) bringt. Steigern Sie Ihren Eigenverbrauch auf 80 Prozent oder mehr, kann sich die Amortisation auf 8 Jahre verkürzen.

So erhöhen Sie den Eigenverbrauch:

  • Wärmepumpe als Hybridlösung einbinden (Stromverbrauch im Haus steigt)

  • Elektroauto zuhause laden

  • Stromspeicher (Batterie) ergänzen

  • Betriebszeiten an das Verbrauchsprofil anpassen (intelligente Steuerung)

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Förderung für Nano-BHKW 2026

Die Förderung von BHKW-Anlagen hat sich in den letzten Jahren verändert. Die wichtigste Förderung für Nano-BHKW ist der KWK-Zuschlag nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG). Zusätzlich bieten die KfW und einige Bundesländer weitere Förderprogramme.

KWK-Zuschlag nach KWKG

Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz sichert Betreibern von BHKW-Anlagen einen Zuschlag auf den erzeugten Strom zu:

  • 8 ct/kWh für KWK-Anlagen bis 50 kWel — gilt für die ersten 30.000 Vollbenutzungsstunden

  • Zusätzlich: Üblicher Preis für die Netzeinspeisung (üblicher Preis ca. 9 ct/kWh + KWK-Zuschlag 16 ct/kWh)

  • Energiesteuererstattung für den eingesetzten Brennstoff

Der KWK-Zuschlag muss beim BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) beantragt werden. Die Anlage muss dafür bei der BAFA als KWK-Anlage zugelassen sein.

KfW-Förderung

Die KfW bietet zinsgünstige Kredite für energieeffiziente Sanierungen, die auch den Einbau eines BHKW abdecken können. Prüfen Sie die aktuellen Programme auf der KfW-Website.

Länderförderung und kommunale Programme

Einige Bundesländer und Kommunen bieten zusätzliche Förderprogramme für KWK-Anlagen. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeinde oder dem zuständigen Landesministerium nach regionalen Zuschüssen. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) bietet eine Übersicht über aktuelle Fördermöglichkeiten im Bereich Gebäudeenergieeffizienz.

So beantragen Sie die Förderung — Schritt für Schritt

Die Beantragung der Förderung erfordert eine bestimmte Reihenfolge. Wichtig: Der Antrag auf Förderung muss in der Regel VOR der Beauftragung des Installateurs gestellt werden. So gehen Sie vor:

  1. Energieberater beauftragen — er erstellt die notwendige Wärmebedarfsanalyse und den individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP)

  2. KfW-Kredit oder BAFA-Zuschuss beantragen (vor Auftragsvergabe!)

  3. Nach Förderzusage: Installateur beauftragen und Anlage einbauen lassen

  4. Nach Inbetriebnahme: Anlage beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister anmelden

  5. KWK-Zuschlag beim BAFA beantragen — Formulare und Nachweise einreichen

Wichtig: BAFA-Förderung für BHKW beachten

Die BAFA-Förderung im Bereich der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) wurde mehrfach angepasst. Informieren Sie sich vor der Anschaffung unbedingt über die aktuell gültigen Förderbedingungen auf bafa.de. Die Antragstellung muss in der Regel VOR Beauftragung der Anlage erfolgen!

Nano-BHKW Hersteller im Überblick

Auf dem deutschen Markt gibt es mehrere etablierte Hersteller von Nano-BHKW. Hier die wichtigsten Anbieter im Vergleich:

Hersteller

Modell

Technologie

el. Leistung

th. Leistung

Besonderheiten

Viessmann

Vitotwin / Vitovalor

Stirling / Brennstoffzelle

1,0 kW / 0,75 kW

5,3–26 kW

Marktführer, guter Service

SenerTec

Dachs 0.8

Stirling

0,8 kW

5,3 kW

Bewährte Technik, kompakt

Remeha

eLecta

Stirling

1,0 kW

5,5–24 kW

Integrierter Spitzenlastbrenner

Solidpower

BlueGEN BG-15

Brennstoffzelle (SOFC)

1,5 kW

0,85 kW

Höchste Stromausbeute, niedrige Wärme

Bosch/Buderus

Logapower FC10

Brennstoffzelle (PEM)

0,7 kW

0,6 kW

Kompakt, smart-home-fähig

Achten Sie bei der Herstellerwahl nicht nur auf den Anschaffungspreis, sondern auch auf die Verfügbarkeit von Ersatzteilen, die Dichte des Servicenetzes und die Garantiebedingungen. Ein guter Wartungsservice ist entscheidend für die langfristige Wirtschaftlichkeit.

Einen umfassenden Vergleich aller BHKW-Hersteller finden Sie in unserem separaten Ratgeber. Detaillierte Preisinformationen bietet unser Preisvergleich.

Installation und Platzbedarf

Die Installation eines Nano-BHKW dauert in der Regel 2 bis 3 Tage und sollte ausschließlich von zertifizierten Fachbetrieben durchgeführt werden. Die Geräte sind so kompakt wie eine wandhängende Gastherme oder ein kleiner Heizkessel — manche Modelle wiegen weniger als 100 Kilogramm. Folgende Voraussetzungen müssen für den Einbau erfüllt sein:

  1. Gasanschluss mit ausreichender Kapazität

  2. Heizraum mit Abgasführung (Schornstein, ggf. Anpassung nötig)

  3. Stromanschluss (230/400 V) für Netzeinspeisung

  4. Platz für Pufferspeicher (ca. 500–1.000 Liter)

  5. Hydraulische Einbindung ins Heizsystem

Tipp: Spitzenlastkessel einplanen

In besonders kalten Wintermonaten reicht die thermische Leistung eines Nano-BHKW allein oft nicht aus. Eine zusätzliche Gasbrennwerttherme als Spitzenlastkessel sichert auch bei extremer Kälte ein warmes Zuhause — und kostet nur 1.500 bis 3.000 Euro extra.

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Häufige Fragen zu Nano-BHKW

Wie laut ist ein Nano-BHKW?

Moderne Nano-BHKW arbeiten sehr leise. Stirling-Motoren erreichen Schallpegel von 35–45 dB(A) — vergleichbar mit einem leisen Kühlschrank. Durch geräuschdämmende Gehäuse sind die Geräusche in anderen Räumen des Hauses praktisch nicht wahrnehmbar. Brennstoffzellen arbeiten nahezu lautlos.

Kann ein Nano-BHKW den gesamten Strombedarf decken?

In der Regel nicht vollständig. Ein Nano-BHKW mit 1 kWel erzeugt bei 4.500 Betriebsstunden rund 4.500 kWh Strom pro Jahr. Der durchschnittliche Stromverbrauch eines 4-Personen-Haushalts liegt bei 4.000–5.000 kWh. Da das BHKW nicht rund um die Uhr läuft und Verbrauchsspitzen nicht immer abdeckt, liegt der Eigenversorgungsgrad typischerweise bei 50–70 Prozent. Den restlichen Strom beziehen Sie weiterhin aus dem öffentlichen Netz. Überschüssig erzeugter Strom wird eingespeist und nach dem üblichen Marktpreis vergütet.

Wie lange hält ein Nano-BHKW?

Die Lebensdauer hängt stark von der Technologie ab. Stirling-Motoren erreichen 60.000–80.000 Betriebsstunden (ca. 15–20 Jahre). Verbrennungsmotoren halten etwa 40.000–60.000 Stunden. Brennstoffzellen haben eine typische Lebensdauer von 10–15 Jahren, wobei der Zellenstapel (Stack) nach 60.000–80.000 Stunden getauscht werden muss.

Muss ich mein Nano-BHKW anmelden?

Ja, die Anmeldung ist Pflicht. Sie müssen Ihr Nano-BHKW bei folgenden Stellen anmelden:

  • Beim zuständigen Netzbetreiber (vor Inbetriebnahme)

  • Beim BAFA (für den KWK-Zuschlag)

  • Im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur

  • Beim Finanzamt (bei Gewinnerzielungsabsicht durch Stromverkauf)

Ohne Anmeldung beim Netzbetreiber drohen Bußgelder und Sie verlieren den Anspruch auf den KWK-Zuschlag.

Checkliste: So planen Sie Ihr Nano-BHKW richtig

Bevor Sie sich für ein Nano-BHKW entscheiden, sollten Sie diese Punkte systematisch prüfen:

  1. Wärmebedarf prüfen: Liegt Ihr Jahreswärmebedarf über 15.000 kWh? Nur dann arbeitet ein Nano-BHKW wirtschaftlich. Ein Energieberater kann den genauen Bedarf ermitteln.

  2. Stromverbrauch analysieren: Je höher Ihr Eigenverbrauch, desto schneller amortisiert sich die Anlage. Notieren Sie Ihren Jahresverbrauch und prüfen Sie, ob er steigen wird (Elektroauto, Homeoffice).

  3. Gasanschluss klären: Ist ein Gasanschluss vorhanden oder kann er wirtschaftlich gelegt werden?

  4. Heizraum prüfen: Gibt es ausreichend Platz für das BHKW und einen Pufferspeicher (500–1.000 Liter)?

  5. Förderung recherchieren: Welche Förderprogramme (KfW, BAFA, Land, Kommune) können Sie kombinieren?

  6. Angebote vergleichen: Holen Sie mindestens drei Angebote von verschiedenen Fachbetrieben ein. Achten Sie auf Wartungsverträge und Garantiebedingungen.

  7. Wirtschaftlichkeitsberechnung: Lassen Sie eine professionelle Simulation erstellen, die Betriebsstunden, Einsparungen und Amortisation für Ihr konkretes Objekt berechnet.

Fazit: Lohnt sich ein Nano-BHKW?

Ein Nano-BHKW lohnt sich für Einfamilienhausbesitzer mit hohem Wärmebedarf, die langfristig unabhängiger von steigenden Energiepreisen werden wollen. Die Kombination aus Wärme- und Stromerzeugung macht die Technologie zu einer der effizientesten Heizlösungen auf dem Markt — mit einem Gesamtwirkungsgrad von über 90 Prozent.

Die Wirtschaftlichkeit steht und fällt mit drei Faktoren:

  1. Ausreichender Wärmebedarf: Mindestens 15.000–20.000 kWh pro Jahr.

  2. Hoher Eigenverbrauch: Je mehr selbst erzeugten Strom Sie nutzen, desto schneller rechnet sich die Anlage.

  3. Professionelle Planung: Nur eine korrekt dimensionierte Anlage arbeitet wirtschaftlich.

Mit Investitionskosten von 15.000–25.000 Euro (vor Förderung) und einer Amortisationszeit von 8–12 Jahren ist ein Nano-BHKW eine solide Langzeitinvestition. Besonders attraktiv wird es durch die Kombination aus KWK-Zuschlag, Einspeisevergütung und eingesparten Stromkosten.

Bedenken Sie auch den Aspekt der Energieunabhängigkeit: Mit einem Nano-BHKW erzeugen Sie einen Großteil Ihres Stroms selbst. Bei weiter steigenden Strompreisen — 2026 liegen diese bei 35–40 ct/kWh — wird dieser Vorteil von Jahr zu Jahr größer. Und im Gegensatz zu einer Photovoltaikanlage liefert Ihr BHKW auch im Winter zuverlässig Strom, wenn die Sonne kaum scheint und der Verbrauch am höchsten ist.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) sieht in der dezentralen Kraft-Wärme-Kopplung einen wichtigen Baustein der Energiewende. Die politische Unterstützung durch das KWKG unterstreicht die langfristige Perspektive dieser Technologie.

Ihr nächster Schritt

Lassen Sie die Wirtschaftlichkeit für Ihr konkretes Objekt berechnen. Ein qualifizierter Energieberater analysiert Ihren Wärme- und Strombedarf und empfiehlt die passende Anlagengröße.

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Quellen: ASUE · BAFA · KfW · dena · BMWK

FAQ - Häufig gestellte Fragen in Kürze

Was ist ein Nano-BHKW?

Ein Nano-BHKW ist ein besonders kleines Blockheizkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von bis zu 2,5 kW. Es ist speziell für Ein- und Zweifamilienhäuser konzipiert und kann eine herkömmliche Gasheizung ersetzen. Nano-BHKWs nutzen meist Stirling-Motoren oder Brennstoffzellen und arbeiten besonders leise.

Was kostet ein Nano-BHKW inklusive Einbau?

Ein Nano-BHKW kostet je nach Technologie zwischen 10.000 und 25.000 Euro (Stirling-Motor) bzw. 25.000 bis 35.000 Euro (Brennstoffzelle). Die Installationskosten liegen bei 2.000 bis 5.000 Euro. Nach Abzug der Förderungen beträgt die Nettoinvestition für Brennstoffzellen-Geräte oft nur noch 10.000-15.000 Euro.

Wie viel Strom erzeugt ein Nano-BHKW?

Ein Nano-BHKW mit 1 kW elektrischer Leistung und 5.000 Betriebsstunden erzeugt ca. 5.000 kWh Strom pro Jahr. Das deckt bei einem durchschnittlichen 4-Personen-Haushalt (4.000 kWh/Jahr) den kompletten Strombedarf. Überschüssiger Strom wird ins Netz eingespeist und vergütet.

Wie unterscheidet sich ein Nano-BHKW vom Mikro-BHKW?

Der Hauptunterschied liegt in der Leistung: Nano-BHKWs leisten bis 2,5 kW elektrisch, Mikro-BHKWs 2,5 bis 15 kW. Nano-BHKWs sind kompakter, leiser und für Einfamilienhäuser optimiert. Mikro-BHKWs eignen sich für größere Gebäude mit höherem Energiebedarf. Nano-BHKWs nutzen häufiger Stirling- oder Brennstoffzellentechnik.

Welche Nano-BHKW-Modelle gibt es auf dem Markt?

Aktuell sind der Solidpower BlueGEN BG-15 (1,5 kW, Brennstoffzelle), der Viessmann Vitovalor PT2 (0,75 kW, Brennstoffzelle) und der SenerTec Dachs 0.8 (0,8 kW, Stirling) die bekanntesten Nano-BHKW-Modelle. Der BlueGEN zeichnet sich durch den höchsten elektrischen Wirkungsgrad (60 %) aller BHKWs aus.


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