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Blockheizkraftwerke sind zu recht beliebte Energieerzeugungsanlagen. Sie bieten viele Vorteile: Wirtschaftlichkeit, Förderung, Gebäudewertsteigerung, Umweltschutz, Autarkie, und vieles mehr. Die Nachteile werden erst im Vergleich deutlich.

1. Vorteile von BHKW

Wir beginnen mit den vielen Vorteilen, die Blockheizkraftwerke haben. Nachstehend finden Sie die Nachteile.

1.1. BHKW - Wirtschaftlich rentabel

Bei Blockheizkraftwerken gilt: je größer die erzeugte Leistung, desto rentabler ist die Anschaffung. So kommt man bei größeren BHKW auf eine Amortisationszeit von ca. 5 Jahren bei einer Rendite von 15 bis 25%. Ein Mini- oder Mikro-BHKW für ein Wohnhaus oder einen Wohnkomplex kommt immerhin auch noch auf eine Rendite von 6 bis 15%, welches sich auch nach 10 Jahren amortisiert hat. Welche andere Investition bietet eine ähnlich gute Rendite?

1.2. Staatliche Förderung

Staatlich garantierte Subventionen für die Anschaffung, aber auch für die Einspeisung überschüssigen Stroms tragen zur Rendite des Blockheizkraftwerks bei.

1.3. Umweltschutz

BHKW Wirkungsgrad im Vergleich zu KraftwerkenEin Blockheizkraftwerk setzt die eingesetzten Ressourcen viel effektiver in nutzbare Energie um, so dass der Einsatz der Primärenergie (Brennstoff) erheblich reduziert wird. Moderne BHKW arbeiten mit Wirkungsgraden von über 90%, herkömmliche Kraftwerke nur mit ca. 50%. Sprich: gut die Hälfte der eingesetzten Primärenergie wird verschwendet.

Der CO2-Ausstoß liegt durch die Kraft-Wärme-Kopplung rund ein Drittel niedriger als bei getrennter Wärme- und Stromgewinnung. Bei Betrieb mit einer Photovoltaikanlage liegen die Werte sogar noch darunter.

Die Anschaffung eines Blockheizkraftwerks ist der ganz persönliche Anteil daran, auf Atomkraft verzichten zu können.

1.4. Gekoppelte Energieproduktion

Die meisten anderen modernen Energieerzeugungsanlagen produzieren entweder Strom (Photovoltaik) ODER Wärme (Solarthermie, Wärmepumpe). Aus einem Blockheizkraftwerk gewinnt man beides: Strom UND Wärme. Das ist ein entscheidender Vorteil, ganz besonders mit Blick auf die Rendite. Nicht ohne Grund nennt man das Prinzip von Blockheizkraftwerken Kraft-Wärme-Kopplung.

1.5. Gebäudewertsteigerung

Als fester Bestandteil des Gebäudes, welcher über mindestens zwei Jahrzehnte bestehen bleibt, erfährt das Gebäude einen Wertanstieg. Solarmodule verändern die Optik des Hauses unter Umständen negativ, das BHKW wird in einem Kellerraum installiert und so nicht gesehen.

1.6. Unabhängigkeit von Stromversorgern

Strom wird selbst produziert und es muss weniger bis kein Strom mehr zugekauft werden. Sogar bei Stromausfall sitzt der BHKW-Betreiber im Hellen und im Warmen. Und tatsächlich: der Strompreis steigt und steigt. Aber je höher er steigt, desto mehr freuen sich die BHKW-Betreiber.Strompreis-Entwicklung 2002 bis 2023

1.7. Unabhängig von Wind und Wetter

Im Gegensatz zur reinen Stromversorgung über Windkraft- oder Photovoltaikanlagen, kann ein BHKW immer arbeiten.

1.8. Keine Übertragungsverluste

Ein bisher nicht gelöstes Problem bei Kraftwerken ist der Energie- und Wärmeverlust aufgrund der zu überbrückenden Entfernung zum Abnehmer. Da es sich bei Blockheizkraftwerken um dezentrale Systeme handelt, gibt es dieses Problem hier nicht.

1.9. Modernste Technologie

Blockheizkraftwerke werden in einem kompakten Gehäuse ausgeliefert, welches dafür sorgt, dass Geräusche des Motors die Zimmerlautstärke nicht überschreiten. Über Steuereinheiten kann das Gerät bedient werden.

2. Nachteile von Blockheizkraftwerken

Haben Blockheizkraftwerke nur Vorteile? Natürlich nicht! Die Nachteile von BHKW werden erst durch den Vergleich zu anderen Heizsystemen deutlich. Bitte lesen Sie dazu unseren großen Heizsysteme-Vergleich!

2.1. Anschaffungspreis

Jede Investition muss erst einmal finanziert werden. Natürlich kosten Pellet- oder Gas- und Ölheizungen auch Geld, allerdings ist die Anschaffungssumme bei einem Blockheizkraftwerk höher. Dafür spart und verdient man aber auch später Geld damit.

2.2. Hohe Laufleistung erforderlich

Ein BHKW ist nur dann wirtschaftlich, wenn es relativ lange Laufzeiten am Stück hat. Es sollte so dimensioniert werden, dass es möglichst selten ein- und ausgeschaltet wird. Überschüssiger Strom kann problemlos eingespeist werden, aber was geschieht mit der Überschuss-Wärme?

2.3. Abhängigkeit vom Rohstoff-Preis

Leider ist man mit einem BHKW nicht zu 100% unabhängig. Denn man muss weiterhin einen Rohstoff einkaufen, zum Beispiel Öl oder Gas. Und hier unterliegt man der Preisgestaltung der Konzerne. Trostpflaster: dies würde man auch, wenn man bei seiner herkömmlichen, unrentablen, alten Öl- oder Gasheizung bleiben würde.

Contact Person Autor des Artikels: Jascha Schmitz - Redakteur der Umweltportale: Solaranlagen-portal.de | Ihr-BHKW.de | Ihre-Waermepumpe.de | klaeranlagen-vergleich.de

Was gibt es zur BHKW-Wirtschaftlichkeit zu sagen? Hier finden Sie Informationen zur Amoritsationszeit, dem Contracting und BHKW in der Wohnungswirtschaft. Sind BHKW wirtschaftlich? Kann eine Betriebsdauer von 5.000 Stunden pro

Prinzipiell eignen sich Blockheizkraftwerke für jedes Gebäude in dem Strom und Wärme benötigt wird. Dennoch steigt die Rentabilität mit dem Nutzungsgrad und dem Strom- und Wärmebedarf eines Hauses. Blockheizkraftwerk für