Wer ein Haus baut, hat viele Entscheidungen zu treffen aber auch viele Pläne zu schmieden. Doch nicht immer geht es so, wie man sich das vielleicht vorstellt. Beim Haus bauen ist das Thema Heizsysteme ein wichtiger Entscheidungspunkt, doch hier geht es nicht nur um die eigenen Wünsche, sondern auch um rechtliche Grundbedingungen die eingehalten werden müssen. Die Energieeinsparverordnung und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz spielen hier eine große Rolle.

Hier wird festgelegt, wie viel Energie das Haus verbrauchen darf und wie hoch der Wärmeverlust der Hausbauteile sein darf. Darüber hinaus wird vorgegeben, dass die Energie zum Teil über erneuerbare Energie zu gewinnen ist. Eine Alternative wäre einen geringen Wärmeverlust zu erreichen oder aber erneuerbare Energie in Kombination mit einer höheren Energieeffizienz.

1. Diese Heizsysteme stehen zur Verfügung

  • Wärmepumpen

  • Biomasse- oder Pelletheizung

  • Brennwertheizungen

  • BHKW oder Micro BHKW

Nicht jedes Heizsystem ist auch für jedes Haus geeignet. Hier kommt es auf den Standort und die örtliche Versorgung an aber auch auf die Tatsache, ob das Haus komplett neu gebaut wird oder lediglich umgebaut.

2. Die Unterschiede der Heizsysteme

Brennwertheizungen werden mit Gas oder Öl betrieben. Da Öl aber mittlerweile als Heizmöglichkeit verschwinden soll, steht nur noch Gas zur Verfügung. Falls der Gasanschluss für das Grundstück verfügbar ist, kann dieses Heizsystem im Neubau verbaut werden aber auch beim Umbau berücksichtigt werden. Gas heizt die Räume zwar schnell auf, jedoch ist es auch ein kostspieliges Heizmittel.

Wärmepumpen werden gerne in Neubauten eingebaut. Gerade für die Fußbodenheizung sind sie ideal. Sie arbeiten mit Gas oder Strom und können zum Teil über eine Photovoltaik-Anlage gespeist werden. Auch bei einem Umbau kann diese Heizart berücksichtigt werden.

Pellet-Heizungen gehen in Neubauten, können aber auch bei einem Umbau berücksichtigt werden. Wichtig ist hier nur, dass in dem jeweiligen Zimmer auch ein Kaminanschluss vorhanden ist. Die Anschaffungskosten sind relativ hoch, wobei die Pellets selbst noch relativ günstig im Vergleich zu anderen Brennstoffen sind. Jedoch muss auch ein Lager vorhanden sein, um die Pellets trocken aufzubewahren.

BHKW ist die neueste Errungenschaft der Technologie und für Neubauten durchaus sinnvoll. Der Anschaffungspreis ist jedoch nicht ohne.

2.1. Beratung ist das A und O

Bevor vorschnell eine Entscheidung getroffen wird, sollte man sich unbedingt vom Fachmann beraten lassen. Das Heizsystem kostet viel Geld und wird immerhin für die Zukunft verbaut. Auch die gesetzlichen Vorgaben dürfen nicht vergessen werden, mit diesen muss sich der Fachmann natürlich auch auskennen. Im Idealfall dürfen bei der Planung aber auch eigene Wünsche einfließen. Wer eine Fußbodenheizung möchte, muss das auch klar sagen, damit überlegt werden kann, ob dies machbar ist und ob es gegebenenfalls Alternativen gibt.

3. Förderungen für das neue Heizsystem

Die Kosten für das neue Heizsystem müssen nicht komplett alleine gestemmt werden. Der Staat bezahlt hier durchaus einen gewissen Anteil dazu. Dieser beträgt je nach Heizsystem-Art zwischen 20 bis 45 % der Kosten. Jedoch müssen ein paar Auflagen erfüllt werden.

So gibt es keine Förderung, wenn die bisherige Heizung der gesetzlichen Austauschpflicht unterliegt. Auch muss der Antrag schon vor Beginn der Baumaßnahmen bei der BAFA gestellt werden. Doch ein guter Fachmann wird nicht nur bezüglich des richtigen Heizsystems beraten, sondern auch zu diesem Thema Informationen geben können.