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Blockheizkraftwerke sind effiziente stromproduzierende Heizungen. Es gibt sie in nahezu allen Größenordnungen und man kann sie mit vielen Brennstoffen betreiben. 

Ein Blockheizkraftwerk - oder kurz: BHKW - ist ein kompaktes kleines Kraftwerk, welches in einem etwa kühlschrankgroßen Gehäuse („Block“) ausgeliefert wird, und gleichzeitig zur Wärme- („Heiz“) und Stromversorgung („Kraftwerk“) eines Gebäudes beiträgt. Diese Geräte sind mittlerweile technisch ausgereift, werden in Serie produziert und müssen vor Ort nur noch installiert werden.

Blockheizkraftwerke sind zu recht beliebte Energieerzeugungsanlagen. Sie bieten viele Vorteile: Wirtschaftlichkeit, Förderung, Gebäudewertsteigerung, Umweltschutz, Autarkie, und vieles mehr. 

1. Aus diesen 7 Gründen ist ein BHKW sinnvoll!

In erster Linie entscheidet natürlich der wirtschaftliche Vorteil, denn die Anschaffung eines Blockheizkraftwerks verspricht eine satte Rendite. Die Amortisationszeit beträgt rund 10 Jahre und danach wird Gewinn eingefahren, denn die Strom- und Heizkosten wurden bedeutend reduziert und überschüssiger Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist und vergütet. Zusätzlich dürfen Sie sich über eine Gebäude-Wertsteigerung freuen und mit dem guten Gewissen leben, etwas für die Umwelt zu tun.

Hier das Video zu den Vorteilen des BHKW

Und jetzt noch einmal genauer erklärt:

  1. Wirtschaftlichkeit - Bei Wohnhäusern rechnet man 6-15% Rendite, Amortisationszeit von 10 Jahren
  2. Staatliche Förderungen
  3. Man erhält STROM und WÄRME gleichzeitig!
  4. Wertsteigerung Ihres Gebäudes
  5. Unabhängigkeit von Stromversorgern!
  6. Funktionieren bei jedem Wetter - entgegen PV oder Windkraft
  7. Moderne Technik und damit Automatisierung und leiser Betrieb

1.1. BHKW - Wirtschaftlich rentabel

Bei Blockheizkraftwerken gilt: je größer die erzeugte Leistung, desto rentabler ist die Anschaffung. So kommt man bei größeren BHKW auf eine Amortisationszeit von ca. 5 Jahren bei einer Rendite von 15 bis 25%. Ein Mini- oder Mikro-BHKW für ein Wohnhaus oder einen Wohnkomplex kommt immerhin auch noch auf eine Rendite von 6 bis 15%, welches sich auch nach 10 Jahren amortisiert hat. Welche andere Investition bietet eine ähnlich gute Rendite?

1.2. Staatliche Förderung - auch 2018

Staatlich garantierte Subventionen für die Anschaffung, aber auch für die Einspeisung überschüssigen Stroms tragen zur Rendite des Blockheizkraftwerks bei. Auch im Jahr 2018 werden weiterhin KWK / BHKW mit unterschiedlichen Mitteln gefördert. z.B: durch:

  • KfW-Darlehen und Zuschüsse
  • BAFA-Förderung
  • KWKG 2016
  • Zusätzliche BHKW-Förderung in einzelnen Bundesländern

Mehr dazu auf der Seite zu den BHKW-Fördermaßnahmen.

1.3. Gekoppelte Energieproduktion

BHKW Wirkungsgrad im Vergleich zu KraftwerkenDie meisten anderen modernen Energieerzeugungsanlagen produzieren entweder Strom (Photovoltaik) ODER Wärme (Solarthermie, Wärmepumpe). Aus einem Blockheizkraftwerk gewinnt man beides: Strom UND Wärme. Das ist ein entscheidender Vorteil, ganz besonders mit Blick auf die Rendite. Nicht ohne Grund nennt man das Prinzip von Blockheizkraftwerken Kraft-Wärme-Kopplung.

1.4. Gebäudewertsteigerung

Als fester Bestandteil des Gebäudes, welcher über mindestens zwei Jahrzehnte bestehen bleibt, erfährt das Gebäude einen Wertanstieg. Solarmodule verändern die Optik des Hauses unter Umständen negativ, das BHKW wird in einem Kellerraum installiert und so nicht gesehen.

1.5. Unabhängigkeit von Stromversorgern

Strom wird selbst produziert und es muss weniger bis kein Strom mehr zugekauft werden. Sogar bei Stromausfall sitzt der BHKW-Betreiber im Hellen und im Warmen. Und tatsächlich: der Strompreis steigt und steigt. Aber je höher er steigt, desto mehr freuen sich die BHKW-Betreiber.

1.6. Unabhängig von Wind und Wetter 

Im Gegensatz zur reinen Stromversorgung über Windkraft- oder Photovoltaikanlagen, kann ein BHKW immer arbeiten.

Außerdem gibt es keine Übertragungsverluste!

Ein bisher nicht gelöstes Problem bei Kraftwerken ist der Energie- und Wärmeverlust aufgrund der zu überbrückenden Entfernung zum Abnehmer. Da es sich bei Blockheizkraftwerken um dezentrale Systeme handelt, gibt es dieses Problem hier nicht.

1.7. Modernste Technologie und Umweltschutz

Blockheizkraftwerke werden in einem kompakten Gehäuse ausgeliefert, welches dafür sorgt, dass Geräusche des Motors die Zimmerlautstärke nicht überschreiten. Über Steuereinheiten kann das Gerät bedient werden.

Ein Blockheizkraftwerk setzt die eingesetzten Ressourcen viel effektiver in nutzbare Energie um, so dass der Einsatz der Primärenergie (Brennstoff) erheblich reduziert wird. Moderne BHKW arbeiten mit Wirkungsgraden von über 90%, herkömmliche Kraftwerke nur mit ca. 50%. Sprich: gut die Hälfte der eingesetzten Primärenergie wird verschwendet.

Der CO2-Ausstoß liegt durch die Kraft-Wärme-Kopplung rund ein Drittel niedriger als bei getrennter Wärme- und Stromgewinnung. Bei Betrieb mit einer Photovoltaikanlage liegen die Werte sogar noch darunter.

Die Anschaffung eines Blockheizkraftwerks ist der ganz persönliche Anteil daran, auf Atomkraft verzichten zu können.

Funktion Blockheizkraftwerk

2. Wie ist ein BHKW aufgebaut?

Ein BHKW besteht aus

Der Motor wird mit einem Brennstoff betrieben, die erzeugte Energie wandelt der Generator in elektrischen Strom um und die anfallende Abwärme wird durch den Wärmetauscher als Heizenergie brauchbar gemacht. Bei den verwendeten Motoren handelt es sich um Weiterentwicklungen von PKW-, LKW-, Schiffs- oder ähnlichen Motoren, doch durch den konstanten Betrieb haben die BHKW-Motoren eine bedeutend höhere Laufleistung und so Produkt-Lebensdauer.

Moderne BHKW-Anlagen arbeiten mit Wirkungsgraden von 80% bis 95%. Zum Vergleich: Photovoltaikmodule haben einen Wirkungsgrad unter 20%, allerdings muss man hier fairerweise sagen, dass die eingesetzte Energie kostenlos vorhanden ist.

Primus 1.4 Gas BHKW ©Proenvis Gmbh CoKG

3. Arten von BHKW

Die Unterschiede von den verschiedenen Blockheizkraftwerken werden schon mit dem verwendeten Brennstoff deutlich. Ein BHKW kann mit folgenden Brennstoffen genutzt werden: 

  • Diesel
  • Gas
  • Öl 
  • Pellets oder Hackschnitzeln

Selbstverständlich werden dementsprechend auch unterschiedliche Motoren verwendet, am gebräuchlichsten sind allerdings weiterhin Verbrennungs- und Stirlingmotoren. Aktuell werden auch weitere Blockheizkraftwerke mit Brennstoffzellen auf den Markt gebracht und verbaut. Die Funktionsweise dieser Geräte basiert auf der Erzeugung von Strom aus Gas in einem chemischen Prozess (Technische Erklärung siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Brennstoffzelle ).

3.1. Größen von BHKW

Grundsätzlich stehen Blockheizkraftwerke für jeden Bedarf zur Verfügung. Die Größe sollte den Strom- und Heizbedarf des Gebäudes decken. Folgende Tabelle zeigt eine grobe Kategorisierung der einzelnen Bezeichnungen.

Elektrische Leistung Bezeichnung Anwendungsbeispiele - Blockheizkraftwerke Funktion
unter 2,5 kW Nano-Blockheizkraftwerk Ein- bis Zweifamilienhäuser
zwischen 2,5 kW und 15 kW Mikro-BHKW Ein- bis Mehrfamilienhäuser
zwischen 15 kW und 50 kW Mini-BHKW Mehrfamilienhäuser, Wohnblocks, Kleingewerbe, Ämter
zwischen 50 kW und 5 MW (Groß-)BHKW Wohnblocks, Industrie, Ämter
ab 5 MW Heizkraftwerk ganze Stadtviertel

 

Bei den Werten handelt es sich um keine offizielle Grenze; sie werden feststellen, dass jeder Hersteller, jeder Experte und jede Internetseite andere Abgrenzungen verwendet. Fest steht aber auf jeden Fall: wer von Nano-Blockheizkraftwerk redet, meint kleine Anlagen und wer von Mikro- und Mini-BHKW spricht, meint mittelgroße Anlagen.

4. Nachteile von Blockheizkraftwerken

Haben Blockheizkraftwerke nur Vorteile? Natürlich nicht! Die Nachteile von BHKW werden erst durch den Vergleich zu anderen Heizsystemen deutlich. Bitte lesen Sie dazu unseren großen Heizsysteme-Vergleich!

4.1. Anschaffungspreis

Jede Investition muss erst einmal finanziert werden. Natürlich kosten Pellet- oder Gas- und Ölheizungen auch Geld, allerdings ist die Anschaffungssumme bei einem Blockheizkraftwerk höher. Dafür spart und verdient man aber auch später Geld damit.

4.2. Hohe Laufleistung erforderlich

Ein BHKW ist nur dann wirtschaftlich, wenn es relativ lange Laufzeiten am Stück hat. Es sollte so dimensioniert werden, dass es möglichst selten ein- und ausgeschaltet wird. Überschüssiger Strom kann problemlos eingespeist werden, aber was geschieht mit der Überschuss-Wärme?

4.3. Abhängigkeit vom Rohstoff-Preis

Leider ist man mit einem BHKW nicht zu 100% unabhängig. Denn man muss weiterhin einen Rohstoff einkaufen, zum Beispiel Öl oder Gas. Und hier unterliegt man der Preisgestaltung der Konzerne. Trostpflaster: dies würde man auch, wenn man bei seiner herkömmlichen, unrentablen, alten Öl- oder Gasheizung bleiben würde.

5. Wichtige Fachbegriffe zum Thema Blockheizkraftwerk

5.1. kWh (Kilowattstunde)

In Kilowatt wird die Leistung eines BHKW gemessen. Daher ist es sehr wichtig diesen Wert zu verstehen.Man kann das sehr gut mit einem Fluss veranschaulichen. Dieser hat ein bestimmte Breite, Tiefe und Fließgeschwindigkeit. An einem bestimmten Punkt würde man jetzt die Wassermenge messen. Diese ergibt sich aus den vorhergehenden Werten. Diese Wassermenge könnte man mit Kilowatt vergleichen. Die Kilowattstunde wäre dann die Menge Wasser in 1 Stunde. Ein Beispiel: Für ein bestimmtes Blockheizkraftwerk finden Sie folgende Herstellerangaben: "1 kWel und 5 kWth". Dies bedeutet, dass das Blockheizkraftwerk 1 Kilowatt Strom (elektrische Leistung) und 5 Kilowatt Heizwärme (thermische Leistung) in einer Stunde erzeugen kann. Bei einer Laufleistung von jährlich 5.000 Stunden ergibt dies 5.000 kW Strom und 20.000 kW Wärme. Dies würde den Energiebedarf eines typischen Einfamilienhauses decken.

5.2. KWK (Kraft-Wärme-Kopplung)

Bei der Kraft-Wärme-Kopplung werden Strom und Wärme gekoppelt - also in einem Prozess - erzeugt. So produziert ein Blockheizkraftwerk in einem Motor Strom, die dabei enstehende Abwärme wird auf das Heizungssystem übertragen. Da sowohl in Privathäusern als auch in fast jedem Industriebetrieb Strom und Wärme benötigt werden, bietet sich der Einsatz eines BHKW an.

5.3. Wirkungsgrad

Dieser Wert gibt an, wie viel Prozent des eingesetzten Brennstoffs in brauchbare Energie umgesetzt werden konnte. Ein BHKW-Wirkungsgrad von 90% bedeutet daher: bei einem Einsatz von 100% Brennstoff gehen nur 10% verloren, 90% werden in nutzbaren Strom und Heizwärme umgewandelt. Bei den meisten Blockheizkraftwerken setzt sich der Gesamtwirkungsgrad aus ungefähr 1/3 Strom (elektrischer Wirkungsgrad) und 2/3 Wärme (thermischer Wirkungsgrad) zusammen.

Contact Person Autor des Artikels: Jascha Schmitz - Redakteur der Umweltportale: Solaranlagen-portal.de | Ihr-BHKW.de | Ihre-Waermepumpe.de | klaeranlagen-vergleich.de

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Stromspeicher machen Blockheizkraftwerk-Betreiber ein ganzes Stück weiter unabhängig von Energieversorgern. Wie funktionieren diese BHKW-Akkus? Welche Vorteile und welche Nachteile gibt es? Blockheizkraftwerke produzieren Str